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Der Titel klingt vielleicht nicht unbedingt seriös, aber wir wollten ganz einfach Abstand nehmen von Superlativen, weil diese in keinsterweise die folgenden technischen Fortschritte beschreiben könnten. Megabit und Gigabit, diese Kenngrößen sind mittlerweile sogar den technisch unbedarfesten Zivilisten Begrifflichkeiten, werden sie doch in TV-Spots und Postwurfsendungen von Internetprovidern nahezu maßlos verwendet.
Doch was kommt danach? Lateinische Bezeichnungen für die nächsten Ausbaustufen sind noch zu Genüge da, aber derzeit bewegt sich die Einheit des heimischen Breitbandanschlusses immer noch im Megabit-Bereich. Will man das in absehbarer Zeit ändern, so muss man zuerst an der Infrastruktur des Internets anpacken. Denn schon jetzt pfeiffen die zentralen Internetknoten dank youtube und Co. schon auf dem letzten Loch. Und genau da greift eine neuartige Entwicklung der Wissenschaftler des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), dem europäischen Labor für Teilchenphysik, an.
Ganze Spielfilme sollen damit innerhalb weniger Sekunden übertragen werden können. Bahnbrechend wäre das richtige Wort hierfür. "The Grid", so taufte man das Projekt, soll bis zu 10.000 Mal schneller sein, als derzeitige Internetverbindungen. Selbst die Übertragung holographischer Bilder, was beim aktuellen Stand einen informationstechnischen Overkill bedeuten würde, wären demnach spielend möglich. Als weiteres Beispiel wurde angeführt, dass es mit "The Grid" ohne weiteres möglich wäre, hunderttausende Spieler gleichzeitig in Online-Games spielen zu lassen oder hochauflösende Videotelefonate zu führen.

Das letzte Wort
»Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.«
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Nebensachen
Torsten
Kommentare: 1295
Ich zitiere mal eben:
Zitat
Der Amerikaner Walter Wagner, der sich selbst als Kernphysiker bezeichnet, fürchtet, dass neben dem Teilchenregen auch Schwarze Löcher, sogenannte seltsame Materie oder einpolige Magnete entstehen könnten - und die Menschheit in den Abgrund reissen.Die Wissenschaftler gingen mit ihren Experimenten ein Risiko ein, das sie nicht einschätzen könnten. Deswegen fordert er, dass alle «bislang nicht adäquat untersuchten theoretischen potentiellen Gefahren» einer umfassenden Sicherheitsanalyse unterzogen werden.
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Wenn etwas im Teilchenbeschleuniger schiefgeht, dann ist die Katastrophe immer nur so gross wie die hineingesteckte Energie. Die Energie, die im gigantischen «LHC» frei wird, reicht gerade einmal aus, eine Tasse Kaffee um ein paar Grad zu erwärmen.
Mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit könnten tatsächlich kleine Schwarze Löcher im «LHC» entstehen. Die wären nach vorherrschender Physikermeinung allerdings sehr, sehr klein - und würden quasi im Moment ihrer Entstehung schon wieder zu Energie zerstrahlen. Wären diese Schwarzen Löcher – rein hypothetisch – doch stabil, wären sie immer noch viel zu klein, um Materie ansaugen zu können.
Was meint ihr? Teilt ihr Wagners Befürchtungen oder denkt ihr, "wird schon schiefgehen"?